Auf
La Palma
, der mit etwa 420 km am weitesten von Afrika entfernten
Insel der Kanaren, kommt nur wenig des in der Sahara aufgewirbelten Staubes und nahezu kein
Sand an. Deshalb findet man keine hellen breiten Sandstände und Dünen wie auf Gran Canaria
oder Fuerteventura. Stattdessen bestehen die Strände aus schwarzen beziehungsweise dunkelgrauen
Lavasanden. Von ungefähr 185 km Inselumfang sind weniger als 5 km als Strand zu bezeichnen.
Die Strände sind oft nur kleine Buchten, teilweise sehr abgelegen und manche nur zu Fuß zu
erreichen. Selbst die größten Strände in Puerto Naos und Puerto de Tazacorte sind nicht länger
als 500 m. Der Rest ist Steilküste und nur vom Meer aus erreichbar. Dadurch hat sich La Palma
nicht zu einer typischen Badeinsel entwickelt und wurde vom Massentourismus weitgehend verschont.
Obwohl La Palma kein Strandparadies ist, laden die nicht überlaufenen Strände und Buchten mit
sauberem Sand und hervorragender Wasserqualität zum Baden ein. Die Strände von Los Cancajos und
Puerto Naos wurden darum mit der Blauen Fahne der Europäischen Union ausgezeichnet.

Selbst in den Wintermonaten kann man Baden, wenn die zeitweise sehr starke Brandung es zuläßt,
da die Wassertemperatur nur selten weit unter 20°C sinkt. In den Sommermonaten ist zu beachten,
daß sich der dunkle Sand sehr stark aufheizt, so daß man kaum ohne Badeschuhe oder Sandalen über
den Sand laufen kann.
Auf der Westseite von La Palma führt dicht an der Insel der Kanarenstrom in nördlicher Richtung
vorbei, der auch einen geübten Schwimmer, der sich zu weit hinauswagt, unweigerlich ins offene
Meer hinauszieht. An den Hauptstränden gibt es inzwischen Rettungs- boote, nicht aber an den kleinen
Badebuchten. Es empflielt sich also eine gewisse Vorsicht walten zu lassen. Da die Insel unter Wasser
sofort steil abfällt, ist auf ungeübte Schwimmer und Kinder besonders zu achten.