Farbenfroher Sonnenuntergang im Aridanetal

Zigarren aus La Palma

Mitte des 19. Jahrhunderts führten aus Kuba zurückkehrende Palmeros den Tabakanbau und die Kunst der Zigarrenherstellung auf La Palma ein. Die letzte Tabakfabrik La Palmas in El Paso wurde im Jahr 2000 geschlossen. Auf der Finca El Sitio in Breña Alta lässt sich jeder einzelne Schritt zur Herstellung der handgerollten puros palmeros auf einer Führung besichtigen.

Vom Tabak zur Zigarre puro

Nach der Tabakernte im Oktober werden die Tabakblätter 45 Tage getrocknet und an­schließend fermentiert. Erst im Laufe dieses Prozesses erhält der Tabak sein charak­te­ristisches Aroma. Am häufigsten wird man dem Zigarren-Typ "Tripa Corta" begegnen, der auch Blattabschnitt enthält. Wesentlich hochwertiger ist die "Premium"- Zigarre, die nur aus ganzen Blättern gedreht wurde. Hier wird Tabak aus La Palma mit solchem aus Kuba, Sumatra und Java kombiniert. Nachdem die verschiedenen Blätter zu Wickeln gedreht wurden, werden sie als Rohlinge in Holzformen gelegt und gepresst. Erst zum Schluss erhalten sie das wichtige Deckblatt. Die anschließende Lagerung bei 60- bis 70-prozen­tiger Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls entscheidend für das letztendliche Aroma der puros.

Angebaut wird der Tabak auf La Palma hauptsächlich in der Gemeinde El Paso, aber auch um die Finca El Sitio finden sich Tabakfelder, Trocken- und Fermentierräume. In den Breñas und in Santa Cruz, aber auch am Flughafen lassen sich handgefertigte lose puros erwerben, die es angeblich mit denen aus Havanna aufnehmen können. Zigarrenpackungen gibt es in jedem Supermarkt.